LRS-Förderung

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Unter dem Begriff LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche / Schwierigkeit) versteht man die Schwächen und Störungen unterschiedlicher Art und Ursachen, die Schülerinnen und Schüler (SuS) in diesem Bereich aufweisen.

Am Gauß-Gymnasium fördern wir betroffene SuS, indem wir versuchen, die Schwierigkeiten systematisch im Bereich der Grundlagen zu mindern. Unser primäres Ziel ist es aber nicht, unseren SuS zu einem Null-Fehlerquotienten zu verhelfen, sondern ihnen deutlich zu machen, dass man mit Geduld und Übung, aber vor allem mit Mut und Selbstvertrauen kleinere (insbesondere bei Legasthenie) oder größere Erfolge dauerhaft erreichen kann.

 

Vorgehensweise

Der Beobachtungszeitraum in der Klasse 5 erfolgt i.d.R. im 1. Halbjahr. Insbesondere im Fach Deutsch (aber auch in den anderen Fächern) beobachten die Kolleginnen und Kollegen (KuK) alle SuS und informieren die Förderlehrerin über SuS, bei denen sie eine LRS vermuten.

Bei deutlich erkennbarer LRS wird der Kontakt zum Elternhaus gesucht, wobei den jeweiligen Eltern angeboten wird, ihr Kind an einem Förderkurs teilnehmen zu lassen. Dafür erteilen die Eltern schriftlich ihre Einwilligung, die mit der Verpflichtung der regelmäßigen Teilnahme am Förderkurs verbunden ist. Weiterhin wird den Eltern, sofern nicht bereits geschehen, empfohlen, ihr Kind durch ausgebildetes Fachpersonal (z. B. Schulpsychologen) auf LRS testen zu lassen. Nur so ist zu diagnostizieren, um welche LRS es sich handelt.

Selbstverständlich steht auch die Förderlehrerin den Eltern beratend zur Seite. Für den erwünschen Erfolg ist es unabdingbar, dass SuS, Eltern und Schule bzw. Förderlehrerin vertrauensvoll zusammen arbeiten.

Im 2. Halbjahr der Klasse 5 wird der Förderkurs eingerichtet. Je nach Teilnehmerzahl und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der LRS-Schüler(innen) werden Kurse eingerichtet, die i.d.R. von nicht mehr als 4-5 Schülern(innen) besucht werden. Die Betreuung in einer Kleingruppe, einer gemeinsamen "Interessengemeinschaft", ist maßgebend für den potentiellen Erfolg und das damit verbundene Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Der Förderunterricht umfasst 2 Förderstunden / Woche, wobei dieser auch eine Doppelstunde sein kann.

Nach Beginn des Förderkurses werden alle Fachkolleginnen und -kollegen über die Förderung der aufgenommenen SuS benachrichtigt. Hierbei ist der gesetzlich verbindliche Notenschutz (LRS) in der Sek I, und zwar in allen Fächern, zu berücksichtigen.

Der Förderkurs, der alle bekannten und gängigen rechtschreibtypischen Lernstrategien berücksichtigt, endet i.d.R. am Ende der Klasse 6. Anhand eines ähnlichen Diktates, das auch am Anfang des Förderkurses geschrieben wurde, wird ermittelt, welche Fortschritte gemacht wurden (FQ). Bei der Erprobungsstufenkonferenz beraten die KuK, ob eine weitere LRS Förderung erforderlich und sinnvoll ist. Die Förderlehrerin steht im engen Kontakt zur Erprobungsstufenkonferenz.

 

Weiterentwicklung

In Zukunft soll die Erprobungsstufenkonferenz entscheiden, ob für ausgewählte SuS auch nach der Klasse 6 unmittelbar im Anschluss ein weiterer Förderkurs angeboten werden soll, der auf bestehende Schwierigkeiten noch individueller und intensiver eingeht.

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