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2020 10 Hygienekonzept

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wn Hoch und dicht mit Zweigen, so präsentiert sich in diesem Jahr der Weihnachtsbaum in der Eingangshalle des Gauß. Toll geschmückt und kräftig in der Leuchtkraft. Und am Dienstag fanden sich sogar lauter Weihnachtsgeschenke unter dem Baum. - So geschehen am Dienstag der letzten Schulwoche. Allerdings nur für kurz und fürs Foto! Denn die Geschenke sollten nicht in der Schule bleiben. Sie sind Kindern zugedacht, die aus finanziellen Gründen wenige oder sogar gar keine Geschenke an Heiligabend unterm Baum liegen haben werden.

2019 3Bereits zum dritten Mal sammelte die Fachschaft Religion für die Kinder der OGS der Grundschule „Im Brömm“ in Scholven die bunten Pakete. Eltern, Schüler und Lehrer waren aufgerufen, zu Hause in den Schränken zu schauen, ob dort nicht noch gut erhaltenes Spielzeug schlummert, um weihnachtlich verpackt und mit einer Altersangabe versehen an den Verein „KiKi – Kirche für Kinder“, mit dem die Fachschaft eine Kooperation inne hat, weitergegeben werden zu können. „Immer wieder wird man aufgefordert, für die großen Aktionen zu sammeln. Doch diese Geschenkeaktion des Gauß, die im Kleinen stattfindet, macht mir viel mehr Freude“, so Eckhard Rensch, der für „KiKi“ die Geschenke in Empfang nahm, und völlig überrascht war ob der Anzahl an bunt eingeschlagenen großen und kleinen Päckchen.

In diesem Jahr gab es zwei Neuerungen: Zum einen hat sich die Schülervertretung (SV) in die Arbeit einbinden lassen. Ihre Mitglieder stellten nicht nur ihren Raum zur Verfügung, sondern kümmerten sich auch um die Annahme der Geschenke in den Pausen. Zum anderen begab sich eine Delegation des Gauß zur Grundschule Im Brömm, um die vielen Geschenke persönlich an die OGS-Leiterin Frau Reiprich zu übergeben.

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Lilly Frankenhof, Franziska Scheele, Travis Werthschütz und Sören Monka als Vertreter der SV sowie Frau Hönninger und Herr Wichmann für die Fachschaft Religion wurden dort herzlich empfangen. Drei PKW-Kofferräume waren vollbepackt und mussten vor Ort entladen werden. Die Mitarbeiterinnen der OGS wissen genau, bei welchen Kindern kein Geschenk unterm Weihnachtsbaum liegen wird. Ungeachtet aller kulturellen Voraussetzungen werden die Päckchen in Sinne der Bedürftigkeit verteilt. Wenn auch klar ist, dass eine Menge Arbeit auf die OGSler zukommt, so ist allen klar, dass die Aktion ein sinnvolles, wirklich weihnachtliches Tun ist. Allen Eltern und Schülern, die mit einem Päckchen dazu beigetragen haben, sei ein ganz herzliches Dankeschön gesagt. Im nächsten Jahr geht’s weiter!

 

Von draußen vom Gauß da komm' ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf ihren Plätzen
Sah ich großzügige Kindlein sitzen;
Und in den Pausen aus jeder Klassentür
Kamen mit großen Beuteln lauter Christkind hervür,
Und wie ich so strolcht' durch den Schulhausgang,
Da riefen sie mich mit lauter Stimme an:

"Herr Wichmann", riefen sie, "helfen Sie schneller,
Nehmen Sie die Beutel und bringen sie in den Keller!
Die SV-Leute warten dort in ihrem Raum,
Diese Fülle an Geschenken – wir glauben es kaum!
Auf geht’s dann in den Norden nach Scholven
Den armen Kindern dort sei gut geholfen;
Und dann muss es jeder sehen und beachten,
Jetzt ist es endlich Zeit für Weihnachten!"

Ich sprach: "O danke für die gute Spende,
Unsere Sammlung ist noch nicht zu Ende;
Bald fahren wir nach Brömm in dieser Stadt,
Wo's eitel gute, doch arme Kinder hat." -
"Hast denn die vielen Beutlein auch bei dir?"
Ich sprach: "Die vielen Beutlein, die sind hier;
Denn Bücher, Spielzeug und Kuscheltier
Haben alle Kinder gern."

"Hast Du denn die Rute auch dabei?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist einerlei;
Denn wer so großzügig gibt an Gaben,
Dem kann ich wohl nur ein Dankeschön sagen."
Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von draußen vom Gauß da komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
Ein ganz herzlicher Dank an Eltern und Kind!

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Gutes tun und Nächstenliebe üben – und damit am Ende in bester Erinnerung bleiben! War das das Motto, das sich die Vorbereitungsgruppe der Entlassfeier der letzten Abiturientia gesetzt hat? Zumindest haben die Schülerinnen und Schüler des Abijahrgangs 2019 dies geschafft. Natürlich werden alle sagen, dass genau dieser Abijahrgang und überhaupt hat ja keiner vorher …

Tatsächlich aber konnten die beiden Vertreter der Fachschaft Religion am Gauß die Früchte der Abiturfeier jetzt weitergeben. So haben die jungen Erwachsenen zusammen mit ihren Eltern und weiteren Angehörigen mit der Kollekte des Abiturgottesdienstes 500€ gesammelt. Den Schülerinnen und Schülern war es im Vorfeld wichtig, dass das gesammelte Geld nicht in einer großen Hilfsorganisation verschwindet, sondern Menschen, am besten eben Kindern vor Ort, zugute kommt. So wurde verabredet, dieses Geld an „KiKi – Kirche für Kinder“ zu spenden.

KiKi ist ein Projekt der Katholische Stadtkirche Gelsenkirchen. Engagierte Menschen leisten schnelle und unkomplizierte Hilfe gegen Kinderarmut in der Stadt. Dabei helfen nachhaltige Maßnahmen, dass sich Kinder gesund ernähren, Sport treiben können oder mit dem Notwendigsten für Schule, Alltag und Freizeit versorgt werden. Die Fachschaft Religion des Gauß steht mit KiKi in Kooperation. Seit zwei Jahren sammelt die Gaußfamilie auch schon Weihnachtsgeschenke, die durch KiKi an die bedürftigen Kinder in Gelsenkirchens Norden verteilt werden.

Dörte Weber als damalige Jahrgangsstufenleitung und rechte Hand bei der Vorbereitung des Abiturgottesdienstes hat nun die 500€ an Eckhard Rensch als Vertreter von KiKi übergeben. Der war höchst erfreut und zugleich gerüht über diese unerwartete Summe. Leider konnte keiner der ursprünglich Verantwortlichen der Abiturientia 2019 dabei sein. Sie wurden vertreten druch Schulleiter Frank Kaupert und Religionslehrer Klaus Wichmann, die sich ebenso über die stolze Summe freuten.

Besuch von Ina de Cruppe

Foto Artikel Warum ich MenschenOb sie schon einmal einen toten Menschen erlebt hätten, war die Frage, die zu Beginn des Unterrichtsvorhabens im Raume stand. Keiner der Schülerinnen und Schüler des 9er-Relikurses konnte eine solche Erfahrung aufweisen. Damit stehen sie symptomatisch für viele, denn Sterben und Tod sind Erlebnisse, die in unserem Alltag wenig präsent sind, obwohl sie doch immer wieder vor Augen geführt werden. Schließlich stehen Tote in Krimibüchern und Filmen hoch im Kurs. Aber in der Realität?

Um so offener war der Umgang mit der Thematik, als sich die Schülerinnen und Schüler über Grabinschriften, Texte über die Stufen des Sterbeprozesses, Lieder über das Leben oder Vorstellungen vom Jenseits an den nichtalltäglichen Bereich annäherten. Spannend wurde es, als Ina de Cruppe vom ambulanten Hospizdienst des Gelsenkirchener Hospiz-Vereins zu Besuch war. Als hauptamtliche Koordinatorin berichtete sie der Gruppe von ihren Aufgaben: Der ambulante Hospizdienst verfolgt die gleiche Arbeit, die die Hospizhäuser tun, im häuslichen Umfeld. Wenn also eine Person zu Hause im Sterben liegt, kommt eine der haupt- oder ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen regelmäßig zu Besuch, um den Sterbeprozess zu begleiten und die Angehörigen in ihren Sorgen zu unterstützen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen, sie waren neugierig und wollten Hintergründe und Alltagssituationen näher beleuchtet haben. Dabei konnte Frau de Cruppe viel aus ihrer Erfahrung schöpfen, so dass die Gruppe ein anschauliches Bild bekam, wie es ist, wenn Menschen Menschen im Sterben begleiten. Die Fragen machten deutlich, dass es den Heranwachsenden nicht nur um die Sterbenden ging, sondern auch die Arbeit und den Umgang der Beraterin mit diesen für sie ja alltäglichen Grenzsituationen hinterfragten.

Frau de Cruppe war am Ende sehr positiv angetan von der Lerngruppe, die sich mit Neugierde und Empathie auf das Gespräch eingelassen hatte. Zum Schluss ließ sie eine aufgeschriebene Geschichte eines Mann da, die in der Folgestunde umgesetzt wurde: Der Mann hatte eine Krankheitsdiagnose bekommen, die nicht heilbar war. Eine Gestaltpädagogin annimierte ihn, seine Gedanken und Gefühle in Bilder zu übertragen. So entstand ein Bilderzyklus, über dessen Betrachtung und Auswertung das Sterben und der Tod des den Schülerinnen und Schülern unbekannten Mannes ein ganzes Stück näher kam.

Abgeschlossen wurde das Unterrichtsvorhaben mit dem Besuch des Friedhofs an der Kirchstraße. Auch hier galt, dass dieser Ort nicht zum Alltagsleben der Schülerinnen und Schüler gehört. Sicher, man sieht ihn und fährt an ihm vorbei. Doch einen Friedhof besuchen, wenn man nicht gerade einen Angehörigen dort begraben hat? So erkundete man die Gräber, betrachtete die Art und Weise, wie Menschen ihrer Lieben gedenken, und würdigte die Gestaltung der Gesamtanlage. Besonderheiten wurden letztlich allen vorgeführt.

Die Lehrkräfte Weber und Wichmann erhofften sich am Ende, dass der Unterricht ein Stück dazu beitragen konnte, die Sprachlosigkeit und Handlungsohnmacht der jungen Menschen gegenüber dem Tod ein wenig zu öffnen. (WN)

 

Foto Preisverleihung Kirchentag

Am Samstag, dem 22.06.2019 begaben sich vier mutige Schüler auf eine fantastische Reise in die verbotene Stadt – Dortmund. Nun, abgesehen von einer (meiner persönlichen Meinung nach absurden) Fußballrivalität gab es in Dortmund letzte Woche ein Großevent – der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag wurde von Donnerstag bis Sonntag abgehalten. Das diesjährige Motto war die biblische Wendung „Was für ein Vertrauen“ (2 Kön 18,19 LUT).

Unter ebendiesem Motto, oder eher dem vereinfachten Thema „Vertrauen“, hatte Frau Webers evangelischer Religionskurs der Q2 an einem Videoprojekt gearbeitet, um die Ergebnisse dieses Projekts bei einem Wettbewerb des Kirchentags einzureichen. Wir Schüler also – drei, die den Film ersonnen und umgesetzt hatten, und eine Komparsin (die anderen waren leider verhindert) – waren nun in Dortmund angelangt. Nach einer Himmelfahrt, oder einem Himmelsmarsch, dank überfüllter U-Bahn-Stationen, kamen wir, begleitet von einer Mutter, endlich an den Westfalenhallen an und konnten uns dort mit Frau Weber treffen. Zu unserer Überraschung hatten auch Herr Vogt und Frau Hönninger ihren Weg zu dem Stand gefunden.

Wir wurden freundlich begrüßt und schnell auf die Fragen vorbereitet, die uns gleich gestellt werden würden. Kurz darauf begann auch schon die Veranstaltung. Als erstes wurde eine Skypeunterhaltung mit einer Lehrerin an der Deutschen Schule Tokyo Yokohama versucht, welche allerdings kläglich an einer schlechten Internetleitung scheiterte. Schade eigentlich, denn der Film der japanischen Schule, wie auch der Film der anderen physisch anwesenden Gewinnerschule waren trotz gewisser technischer Schwierigkeiten seitens des Standes definitiv würdige Mitgewinner.

Endlich wurden wir aufgerufen und durften unseren dreiminütigen Kurzfilm „Dr. Trust“ (welcher übrigens auch auf YouTube zu finden ist https://www.youtube.com/watch?v=WlWHM7bL9TY) erklären. Unsere Kritik an Kapitalismus, Profitsucht und der Konsumgesellschaft, sowie der Zweifel an der Idee, dass Vertrauen (ein so seelischer, moralischer Wert) durch eine Chemikalie in unserem Gehirn ausgelöst werden und in Flaschen verkauft werden kann (siehe Profitsucht- und Kapitalismuskritik), war schnell erklärt, und als wir unsere Urkunde für den ersten Platz in den Händen hielten, wussten wir, dass wir stolz auf uns sein konnten. Vielleicht waren wir sogar fast so stolz wie Frau Weber.

Danach gingen wir gemeinsam an einem der Kirchentagsstände essen, und als wir aufgegessen hatten, trennten wir uns und jeder verfolgte seine eigenen Ziele auf dem Kirchentag. Wir waren alle sehr zufrieden mit uns – schließlich gewinnt man nicht jeden Tag den ersten Platz!

weihnachtsgeschenkaktion2017Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?“ ließ vor etwa 25 Jahren Franz Beckenbauer in einem Werbeclip in leicht bayerischem Akzent ertönen. Ja, in der Tat, es ist bald Weihnachten! Und während die Menschen durch die Geschäfte der Stadt hechten oder sich durchs Internet auf der Suche nach dem passenden Geschenk wühlen, sammelten sich in einem der Verwaltungsräume des Gauß Türme von liebevoll verpackten Geschenken. Das Christkind war offensichtlich schon da!!

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