Geschichte

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Für die drei Geschichtskurse der Q2 präsentierte Dr. Daniel Schmidt vom Institut für Stadtgeschichte (ISG) am Dienstag, 21.11.2017, zwischen 11.30 – 13.10 Uhr neue Erkenntnisse über Gelsenkirchener Jugendgruppen während des Nationalsozialismus. Das Rhein-Ruhr-Gebiet war eine der Hochburgen informeller Jugendgruppen wie der Navajos, Kittelbachpíraten oder Edelweißpiraten. Dadurch dasss sie versuchten, ihr Leben und ihre Freizeit abseits von HJ und BDM zu gestalten, zogen sie die Aufmerksamkeit von HJ, Gestapo und Justiz auf sich – als „Bündische“ wurden sie kriminalisiert und verfolgt.

Diese Zusammenhänge und auch den Bezug zu Gelsenkirchen verdeutlichte Dr. Schmidt anhand von Gerichtsakten, die ein Verfahren gegen Beschuldigte aus Gelsenkirchen dokumentieren und auch anhand eines Nachkriegsverfahrens zur Wiedergutmachung. Dr. Schmidt befasst sich bereits seit Jahren mit der Geschichte des Ruhrgebiets und konnte den Schülerinnen und Schülern den Forschungsstand und seine eigenen Forschungsergebnisse anschaulich näher bringen. Dass diese Jugendgruppen nicht nur auf dem Papier existierten, sondern in ihrem Leben den Jugendlichen von heute erfahrbar wurden, dafür sorgten auch zeitgenössische Fotos aus Gelsenkirchen wie z. B. ein Foto der Cranger Kirmes, damals wie heute Treffpunkt junger Menschen. Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Vortrag über Jugendlichen, die häufig im selben Alter wie sie selbst waren, einmal etwas anderes als der normale Geschichtsunterricht. Das Thema „Jugendopposition im Nationalsozialismus“ gehört dabei zu den durch eine Fokussierung herausgehobenen Themen für das Abitur 2018.

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