Abi ’26 – Fehlanzeige? … Nein, denn jetzt übernehmen die Lehrkräfte

Lehrer feiern Mottowoche
Eigentlich war die Lehrerschaft durchaus glücklich über eine Abiturpause. Kein Abiturjahrgang, weil ja die Umstellung auf G9 das Fehlen desselben bedingt. Doch nicht das Gauß!
Denn schnell kam die Idee auf, das Fehlen einer Abiturientia zu ersetzen. Und wer ist dazu berechtigt, wenn nicht die Lehrerinnen und Lehrer!
Zwar haben sie die Hochschulreife – mehr oder weniger – schon lange in der Tasche. Doch hat man Abitur in dieser Funktion nur immer aus der Beobachterposition heraus feiern können.
Also war die Idee schnell ausgefeilt, die Mottowoche selbst in die Hand zu nehmen. Mit Durchschlagskraft!
Und so sah man in der vergangenen Woche bunt kostümierte Gestalten den Klassenräumen zustreben.
Am Montag galt es, seinen Helden der Kindheit darzustellen. Da konnte man Bibi Blocksberg, Kickers, Superman, Spiderman, die Biene Maja (… oder doch eher Willi?), Pippi Langstrumpf, Pokemon Ash, Hermine Granger, Bob Ross und viele andere Heldenfiguren aus dem Lehrerzimmer kommen sehen.
Der Dienstag führte in die Vergangenheit. Ein Steinzeitmensch, bildhübsche Römerinnen und ein Legionär, ein Dinosaurier, Menschen der 20er und 80er Jahre, die eigene Oma, selbst Rembrandt oder ein Meisterschaftsfan aus Leverkusen ließen die „Zeitreise“ zur Gegenwart werden.

Am dritten Tag wurde es sehr tierisch, denn der Zoo war ausgebrochen. So wimmelte es von Vögeln in Gestalt eines Adlers, eines Huhnes und eines Flamingos, aber auch von Kängurus, einem Gorilla und erneut einem Dino. Der Tag war kunterbunt und lebendig tierisch.
Was die Lehrerinnen und Lehrer geworden wären, wenn sie nicht … mit „Alternativberufen“ war der Donnerstag überschrieben. Astronauten, Ärztinnen, ein Mönch und Jockey, eine Flugbegleiterin, Fußballer und eine Köchin, ja sogar Revolutionsführer Che Guevara in persona füllten die Flure des Hauses. Buer like schien einem Dutzend der Lehrer der Sinn nach einer ganz anderen Perspektive: Gangmitglied aus „Haus des Geldes“, eingehüllt in einen roten Overall, dazu eine Maske. Wer da an ein Gelsenkirchener Finanzunternehmen dachte, schien nicht außer der Welt gewesen zu sein.
Alle hatten letztlich einen riesigen Spaß: Die Lehrkräfte in ihren Verkleidungen, aber genauso die Schülerinnen und Schüler, die ihre Lehrer einmal anders erleben durften. Und letztlich waren die Lehrerinnen und Lehrer froh, dass sie keine Abiklausuren schreiben mussten … die sie sicherlich alle mit Bravour bestanden hätten!!!!


