Trompetenklänge künden Weihnachten an

Musikfachschaft veranstaltet großes Weihnachtskonzert am Gauß
Zur Ruhe kommen, die Adventszeit spüren, dem Weihnachtsfest entgegengehen – wem in der Schule gelingt das heute noch? Die Wochen vor den Feiertagsferien sind sicherlich eine der stres-sigsten und aufgewühltesten Zeiten im Schuljahr. Nichts mit Besinnlichkeit oder Kerzenduft!
Wie wohltuend war da der vergangene Dienstag. Ein Weihnachtswunder im kleinen, bot doch das dies-jährige Weihnachtskonzert der Schülerinnen und Schüler am Gauß-Gymnasium den vielen Zuhörern und Zuschauern in der gefüllten Aula das, wonach wir in der Adventszeit streben. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, die musikalischen Qualitäten der jungen Menschen zu erleben, von denen man bei aller Algebra, Textanalyse oder Kartenkunde im Schulalltag kaum etwas erfährt.
Schon Tage zuvor waren die Musiklehrer sehr aktiv. Frau Hampe-Bonitz, Frau Rinke und Herr Springer, unterstützt von Herrn Eickmann, haben viel Zeit und Professionalität an den Tag gelegt, um das Weih-nachtskonzert auf die Beine zu stellen.

Auf der anderen Seite wurde das Konzert von Schülerinnen und Schülern fast aller Jahrgangsstufen gestaltet. Tim mit der Trompete, Lena in der Moderation, Nil Su, Sofija, Cemresu und Gianmarco am Flügel, Noemi am Cello, Hannah mit der Klarinette, Stefan mit der Gitarre und viele andere mit Tanz und Chorgesang. Auch die Schulband hatte ihren Auftritt.

Wie die Liste der Protagonisten war auch das musikalische Repertoire breit und kunterbunt. Das Publikum wurde mit klassischen Stücken von Johann Sebastian Bach, Ludovico Einaudi oder Mykola Leontovyc eingestimmt. Aber auch Lieder, wie sie täglich aus dem Radio dudeln, wurden professionell dargeboten. So spielten die Schülerinnen und Schüler Stücke von Eric Clapton, Bobby Helms und natürlich José Feliciano. Es durften natürlich auch die altbekannten Weihnachtslieder wie „Süßer die Glocken“, „Wir sagen euch an“, und „Alle Jahre wieder“ nicht fehlen, bei denen das Publikum gerne und kräftig mitsingen konnte, zumal der Text allen Unkundigen per Beamer eingeblendet wurde.

Umrahmt wurde das Programm von Lenas Moderation, die immer wieder Hintergründiges bot und souverän die Vortragenden ankündigte. Dazu leisteten die Jungs hinter der Technik ganze Arbeit, indem sie Sorge für das digitale Bühnenbild trugen und die richtigen Regler zogen.
Einen besonderen Auftritt hatte auch die Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs. Clara saß auf der Bühne in einem Schaukelstuhl, eine Leselampe beleuchtete ihr Buch, aus dem sie eine Geschichte vortrug, in dessen Mittelpunkt ein krummer und unschön geschmückter Weihnachtsbaum stand. Weihnachten, so war das Fazit, muss nicht ordentlich sein, sondern liebevoll. Welch ein wahrer Gedanken angesichts der vielen Vorstellungen, die Menschen von dem Fest haben! Und das bestätigte am Ende auch der begeisterte Applaus des Publikums. Alle gingen mit dem Gefühl nach Hause: Weihnachten kann jetzt kommen!


